zurück zur Hauptseite
Warum der Investorenkongress SuperReturn schlecht für die Allgemeinheit ist:
1. Private Equity: Profit über Menschen – unsere Grundversorgung wird zur Spekulationsware
Wohnungen, Krankenhäuser, Pflegeheime: Private-Equity-Firmen kaufen lebenswichtige Strukturen nicht, um sie zu verbessern, sondern um extreme Gewinne zu erzielen. Wie? Unternehmen werden umzustrukturiert, oft finanziell ausgeblutet – ohne stabile Zukunftsinvestitionen. Das Ergebnis? Explodierende Mieten, Versorgungslücken und Entlassungen – während Investoren sich bereichern.
2. 20% Rendite – bezahlt mit unseren Jobs, Steuern und Zukunft
Private-Equity-Firmen versprechen ihren Investoren irreal hohe Gewinne von bis zu 20% pro Jahr. Die gekauften Firmen werden mit Schulden gekauft, die sie dann selbst abbezahlen müssen. Ein kleiner Teil sind Vermögen von Überreichen und Fonds, die so das Risiko verlagern. Um die Gewinne zu erreichen werden nicht selten Arbeitsplätze abgebaut, Löhne gedrückt, und eigentlich immer Steuern umgangen – und die Rechnung zahlt die Gesellschaft.
3. Demokratie ausgehöhlt: Politik wird für ÜberReiche umfunktioniert
Auf Events wie der SuperReturn (Ticketpreis: 8.000 €) treffen sich Investoren, um Netzwerke mit Politik und Wirtschaft zu knüpfen. Ihr Ziel: Gesetze und Steuern zu ihren Gunsten zu gestalten. Das Ergebnis? Unsere demokratische Mitbestimmung wird systematisch ausgehebelt – während eine Handvoll ÜberReicher noch mächtiger wird.
4. Klimakrise und soziale Spaltung: Private Equity verschärft die Krisen
Ob fossile Energien, Wohnungsmarkt oder Gesundheitswesen: Private-Equity-Firmen pressen Gewinne aus allen Lebensbereichen – ohne Rücksicht auf Klimaschutz oder sozialen Ausgleich. Statt Lösungen zu schaffen, verstärken sie die Klimakatastrophe und soziale Ungleichheit.
5. Die SuperReturn: Endstufe Kapitalismus – Reichtum wird von unten nach oben umverteilt
Auf der SuperReturn geht es nicht um Investitionen in die Zukunft, sondern um die maximale Bereicherung weniger. Mit Tricks, Steuervermeidung und politischer Einflussnahme wird Reichtum von der breiten Bevölkerung zu einer kleinen Elite umverteilt – auf Kosten unserer aller Lebensqualität.
Schon 2004 nannte Franz Müntefering Private Equity die „Heuschrecken“. Eine „Branche, die mit außerbörslichen Beteiligungen viel Geld machen will“. Private Equity Unternehmen bündeln Millardenvermögen von verschiedenen Geldgeber*innen wie Pensionsfonds, Versicherungen aber auch überreichen Menschen und versprechen ihnen Renditen (also Gewinne für das investierte Geld) von bis zu 20% jedes Jahr. Das Geld wird nicht an der Börse, sondern für direkte Unternehmensbeteiligungen verwendet – es werden also komplette Firmen oder Anteile gekauft. Aktuell vorallem in den USA und anderen Ländern aktiv, soll Private Equity diese Gewinne nun auch in Deutschland sie maßgeblich aus der Landwirtschaft, Gesundheitsversorgung und Wohnungsmarkt herauspressen.
Private-Equity-Firmen kaufen Unternehmen aus allen Bereichen auf: Wohnungen, Krankenhäuser, Pflegeheime, Energiekonzerne, Landwirtschaft, Lebensmittelfabriken, IT-Firmen oder sogar Sportvereine. Ihr einziges Ziel: so viel Geld wie möglich herausholen – und zwar schnell.
So funktioniert’s:
1. Schulden aufnehmen – aber nicht selbst bezahlen
Die Investoren kaufen ein Unternehmen mit geliehenem Geld. Die Schulden werden aber nicht von ihnen, sondern vom gekauften Unternehmen selbst abgezahlt. Das belastet die Firma von Anfang an.
2. Gewinne verschleiern, Steuern sparen
Auf dem Papier wird das Unternehmen absichtlich schlechter dastehen lassen, um weniger Steuern zahlen zu müssen. Gleichzeitig fließen aber weiter hohe Gewinne an die Investoren – in Form von Dividenden (Geldausschüttungen) oder horrenden Beraterhonoraren, die sie sich selbst in Rechnung stellen.
3. Geld abziehen, bis nichts mehr übrig ist
Die Private-Equity-Firma streicht Jahr für Jahr Gewinne ein, während das Unternehmen selbst unter den Schulden und den hohen Ausgaben ächzt. Am Ende wird es – ausgeblutet und oft hoch verschuldet – mit Gewinn weiterverkauft.
4. Wer zahlt die Rechnung?
Die Beschäftigten: Arbeitsplätze werden abgebaut, Löhne gedrückt, Arbeitsbedingungen verschlechtert.
Die Gesellschaft: Wenn das Unternehmen in die Krise gerät, müssen oft Steuermittel herhalten, um es zu retten – oder die Kosten tragen wir alle, z. B. durch höhere Mieten, teurere Gesundheitsleistungen oder schlechtere Versorgung.
Der Staat: Die Gewinne werden ins Ausland verschoben, um Steuern zu sparen. Was übrig bleibt, sind leere Kassen und soziale Kosten.
Das Ergebnis:
Die Investoren werden reicher, wir alle zahlen den Preis – durch Jobverluste, schlechtere Leistungen und höhere Kosten in Bereichen, die eigentlich für uns alle da sein sollten.
Ein Leveraged Buyout (LBO) ist der Kauf eines Unternehmens, bei dem ein großer Teil des Kaufpreises durch Fremdkapital (Schulden) finanziert wird. Dabei dienen die Vermögenswerte des Zielunternehmens als Sicherheit für die Kredite.
1. Was bedeutet das?
Bei einem LBO kauft eine Private-Equity-Firma (PE-Firma) ein Unternehmen und nimmt es oft von der Börse (Going Private). Das Besondere ist das hohe Fremdkapital-zu-Eigenkapital-Verhältnis. Statt hauptsächlich eigenes Geld zu verwenden, nutzt die PE-Firma die zukünftigen Cashflows und Vermögenswerte des Zielunternehmens, um Kredite für den Kauf zu besichern.
2. Wie funktioniert es in der Praxis?
- Kauf: Eine PE-Firma identifiziert ein Zielunternehmen. Sie bringt nur einen kleinen Teil Eigenkapital ein (z. B. 10–30 %) und finanziert den Rest (z. B. 70–90 %) durch Kredite von Banken oder institutionellen Investoren.
- Schuldenübertragung: Die für den Kauf aufgenommenen Schulden werden auf die Bilanz des Zielunternehmens übertragen.
- Wertabschöpfung: Die PE-Firma versucht, die Rentabilität des Unternehmens schnell zu steigern – oft durch Kostensenkungen, Umstrukturierungen oder Verkauf von Vermögenswerten – um die Kaufschulden zügig zurückzuzahlen.
- Exit: Nach einigen Jahren verkauft die PE-Firma das nun weniger verschuldete Unternehmen mit Gewinn. Durch den Hebel (Leverage) erzielt sie eine hohe Rendite auf ihr zunächst geringes Eigenkapital.
3. Was ist problematisch daran?
In grundlegenden Dienstleistungsbereichen wie Gesundheitswesen (z. B. Pflegeheime, Medizintechnik-Hersteller) oder Wohnungswirtschaft (z. B. Verwaltung großer Wohnungsportfolios) bergen LBOs spezifische Risiken:
- Priorisierung von Schulden über Service: Da das übernommene Unternehmen hohe Cashflows generieren muss, um die LBO-Schulden zu bedienen, setzt das Management oft auf aggressive Kostensenkungen (Personalabbau, verschobene Instandhaltung, Kürzung von Budgets für Materialien) – auf Kosten von Langfriststabilität oder Qualitätsstandards.
- Finanzielle Instabilität: Wenn das übernommene Unternehmen nicht die notwendigen Cashflows erwirtschaftet, kann die hohe Schuldenlast zu Insolvenz führen – mit negativen Folgen für Mitarbeiter:innen und Nutzer:innen der Dienstleistungen.
https://www.finanzwende.de/themen/finanzlobbyismus/lobby-recherchen/lobbystrategien-der-private-equity-branche
https://www.peclimaterisks.org/2024scorecard/
https://www.finanzwende.de/fileadmin/user_upload/Themen/Finanzlobbyismus/Private_Equity_-_Die_Lobby_der_Rendite-Elite.pdf
https://www.boeckler.de/de/boeckler-impuls-finanzinvestoren-haufig-belastend-fur-unternehmen-29391.htm
https://inequalityfocus.substack.com/p/when-private-equity-gutted-toys-r
https://energynow.com/2025/09/kkr-blackstone-make-17-billion-natural-gas-bet-after-ai-boost/
https://www.cicero.de/wirtschaft/die-letzte-heuschrecke/37780
Wie sich Investitionen auf unser aller Leben auswirken:
Die Enteignung des Wohnens folgt einer klaren Logik: Politische Privatisierungen öffneten seit 1989 die Tore für Finanzkapital. Nach der Finanzkrise 2008 (Null-Leitzinsen der EZB) brauchten Pensionsfonds, Versicherungen und Hedge-Fonds sichere Renditen — Wohnungen waren ideal. Berlin wurde zum Eldorado, weil das Angebot begrenzt, der Zuzug hoch, Modernisierungsbedarf groß ist. Die Folge: Wohnungen werden Finanzprodukte, keine sozialen Güter. Mieten stiegen nicht wegen mehr oder fehlendem Neubau (den gab es nicht), sondern weil jede steigende Miete die Immobilienwerte erhöhte — eine selbstverstärkende Preisspirale, die echte Menschen verdrängt.
Rendite statt Bezahlbarkeit: Eine Finanzwende-Recherche zeigt, dass der US‑Investor Blackstone seine Berliner Mieten 2019–2023 im Schnitt um 22 % anhob, während die Durchschnittsmieten in der Stadt nur um 7 % stiegen – ein Beispiel dafür, wie renditeorientierte Investoren viele Mieten über das Marktniveau treiben ohne dabei zu modernisieren. Auch die Carlyle Group (Corinthstraße 53, Friedrichshain) hat die Mietpreise nach Aufkauf fast verdoppelt und extrahiert so 30% Rendite aus der Berliner Mieterschaft.
Massive Aufkäufe, weniger Angebot: Blackstone besitzt laut Finanzwende-Recherche mindestens 3.700 Wohnungen in Berlin; insgesamt flossen 2007–2020 rund 42 Mrd. Euro aus dem Ausland in große Wohnungsdeals in Berlin und Umland – damit werden ganze Bestände vom normalen Markt in Finanzprodukte verwandelt. Etwa 25% aller Berliner Wohnungen (~500.000) gehören jetzt Finanzakteuren, damit ist der Berliner Wohnungsmarkt mehr als doppelt so hoch bewertet wie Investitionen in Amsterdam oder London.
Verdrängung & aggressive Praktiken: Die UN‑Sonderberichterstatterin für Wohnen wirft Private‑Equity‑Investoren vor, durch starke Mieterhöhungen, Gebühren und schnelle Räumungen Menschen aus ihren Wohnungen zu drängen; das Geschäftsmodell von Blackstone & Co stelle Profite über das Recht auf Wohnen. Investoren kaufen gezielt Häuser in günstigen Quartieren, modernisieren minimal und erhöhen die Mieten radikal (damit geht automatisch die Verdrängung bestehender Mieter einher).
Konferenz als Deal‑Maschine: Auf der SuperReturn International in Berlin treffen sich jährlich über 2000 Vermögensverwalter und Anleger, um Milliarden an Privatkapital zu platzieren, unter anderem in Wohnimmobilien; damit werden globale Renditeziele auf lokale Wohnungsmärkte durchgedrückt.
Intransparenz & Kontrollverlust: Briefkastenfirmen (Luxemburg, Zypern, Liechtenstein) verstecken die wahren Eigentümer, so dass selbst Mieter keinen Kontakt herstellen können. Für über 3.700 Wohnungen waren lange nicht die Eigentümer bekannt, weil Hausverwaltungen die echten Investoren verstecken müssen Mieter gegen „unbekannte“ Vermieter vor Gericht kämpfen. Aber auch die Senatsverwaltung hat keine demokratische Kontrolle mehr und der Senat kann nicht nachvollziehen, wem welche Wohnungen gehören.
Kaum Beitrag zum Neubau: Nach Berechnungen von Finanzwende gingen 2021 etwa 41 % der Mieteinnahmen großer Finanzinvestoren direkt an Anteilseigner, statt in Neubau oder Sanierung zu fließen – hohe Renditeversprechen (bis zu 20 %) werden so aus bestehenden Beständen gepresst, ohne zusätzlichen Wohnraum zu schaffen.
Warum Private Equity in Pflegeheimen und Arztpraxen schädlich ist
1. Gewinne für Investoren, Verluste für das System:Schulden und Immobilienverkäufe
Private-Equity-Firmen kaufen Pflegeheime oder Arztpraxen oft mit geliehenem Geld – die Schulden werden auf die Einrichtung übertragen. Anschließend werden Immobilien verkauft und zurückgemietet, sodass die Mieteinnahmen als Gewinn an die Investoren fließen. Nach einigen Jahren wird die Einrichtung mit Gewinn weiterverkauft – oft an die nächste Private-Equity-Firma.
Beispiel: Die Pflegeheimkette Alloheim wurde 2013 für 180 Mio. Euro gekauft und 2017 für 1,1 Mrd. Euro weiterverkauft. Die Gewinne landeten bei den Investoren – nicht bei den Pflegebedürftigen oder dem Personal.
[Quelle: Finanzwende]
2. Medizinische Versorgung leidet: Unnötige Behandlungen für höhere Gewinne
Private Equity in Arztpraxen führt zu unötigen Behandlungen und Überdiagnostik, um die Rendite zu steigern:
- Eine Zahnärztin aus einer Investoren-Praxis berichtete: „Wir haben Zähne angebohrt, die eigentlich noch gesund waren.“
- Ein Drittel aller zahnmedizinischen Versorgungszentren in Deutschland gehört bereits Investoren.
- Patient:innen werden teure Zusatzbehandlungen mit wenig oder keinem medizinischen Nutzen nahegelegt.
3. Lobbyismus gegen Regulierung: Einflussnahme auf die Politik
Private-Equity-Firmen wehren sich gegen strengere Regeln:
- Der Bundesverband der Betreiber medizinischer Versorgungszentren (BBMV), der vor allem von Private Equity geführte Firmen vertritt, verdoppelte 2023 seine Lobbyausgaben.
- 2024 heuerte der BBMV eine langjährige Bundestagsmitarbeiterin an – genau als das Gesundheitsministerium ein Gesetz zur Regulierung vorbereitete.
- Selbst Transparenz-Schritte (z. B. Offenlegung der Eigentümerstrukturen) stoßen auf Widerstand.
4. Pflege als Renditequelle: Hohe Kosten für alle
In Großbritannien fließen 10 % der Pflegekassenbeiträge in die Taschen von Finanzinvestoren. In Deutschland ist die Situation ähnlich:
- 2022 gehörten rund 30 % aller Pflegeheimplätze Private-Equity-Investoren.
- Alloheim steht in der Kritik: Hohe Kredite und Zinszahlungen werden über die Pflegekassen und Angehörige finanziert.
- Finanzinvestoren erwarten zweistellige Renditen – das treibt die Kosten für Pflegeleistungen in die Höhe.
Inhalt folgt.
Die großen Investoren auf der SuperReturn in Berlin
KKR (Kohlberg Kravis Roberts & Co) ist ein globaler Private-Equity-Riese, dessen Handeln Klima, Wirtschaft und Gesellschaft belastet – während eine kleine Gruppe von Investoren und Manager:innen die Gewinne einstreicht.
1. KKR heizt die Klimakrise an
KKR besitzt 19 fossile Energieunternehmen – 66 % seines Energieportfolios basieren auf Öl, Gas und Kohle. Diese Firmen verursachen 68,3 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalente pro Jahr (Stand 2024).
Das entspricht ~9 % des deutschen Jahresausstoßes oder dem Ausstoß von 9,8 Millionen EU-Bürgern (etwa die Bevölkerung Schwedens).
2025 investierte KKR weiter in fossile Projekte: Kauf von Anteilen am Gaspipeline-Sektor der Abu Dhabi National Oil Company (ADNOC) sowie 10 Milliarden Dollar in Sempra Infrastructure (Flüssiggasprojekte). Trotz Greenwashing bleibt KKRs Kerngeschäft klimaschädlich (Quelle).
2. KKR bereichert sich auf Kosten der Allgemeinheit
KKR nutzt Steuergelder und öffentliche Infrastruktur, um private Gewinne zu maximieren: Henry Kravis, KKR-Mitgründer, lobte 2025 beim CEO-Gipfel im Kanzleramt die Senkung von Steuern und Strompreisen. Sein Zitat: „Wale, die auftauchen, werden harpuniert.“ – Sprich: Je weniger die Öffentlichkeit mitbekommt, desto besser für die Profite. Die Gewinne fließen an Kravis (150 Mio. Dollar Aktienverkauf 2025) und Großaktionäre wie BlackRock (5,1 %) oder Wellington Management (3 %). Beispiel Toys „R“ Us: KKR trieb das Unternehmen 2017 in die Insolvenz – 30.000 Jobs verloren, während KKR & Co. über 450 Mio. Dollar an Gebühren und Renditen einstrichen.
3. KKR kontrolliert Bereiche, die dein Leben prägen
KKR ist nicht nur in fossilen Energien aktiv, sondern auch in Kultur und Freizeit: Superstruct Entertainment (im Besitz von KKR) organisiert Festivals wie Sziget, Sonar und Wacken. Gewinne fließen an Milliardäre – nicht an Künstler:innen oder Besucher:innen.
4. KKR & Katherina Reiche – Interessenkonflikte und Lobbyismus
Ein weiterer kritischer Punkt ist der Einfluss von Private-Equity-Gesellschaften auf die öffentliche Meinung und Politik. So ließ sich Katherina Reiche laut Spiegel und ZEIT für 12 Millionen Euro von zwei Agenturen beraten – darunter FGS Global, die seit 2024 mehrheitlich dem Private-Equity-Riesen KKR gehört. Zuvor war die Agentur im Besitz der Verlagsgruppe Springer, zu der auch die Medien Bild und Welt gehören. Auffällig ist, dass ausgerechnet diese Medien eine Kampagne für Gasheizungen und gegen Wärmepumpen anführten.
FGS Global ist eine PR- und Lobbyagentur, die eigentlich dafür bezahlt wird, Politik zu beeinflussen. Hier stellt sich die Frage, ob die Politik nun sogar dafür zahlt, beeinflusst zu werden – und ob die Beratung durch eine Agentur mit engen Verbindungen zu Private-Equity-Interessen & Ihre Investitionen von KKR in Gas und fossile Energie und die Berufliche Vergangenheit von Frau Reiche für Gaskonzerne nicht zu Interessenkonflikten führt.
„Private Equity ist wie ein Heuschreckenschwarm: Es bleibt nichts übrig, wenn sie weiterziehen.“ (Quelle: Cicero)
The Carlyle Group und die Beeinflussung von Politik:
1. Carlyle umgeht Transparenz und Lobbyismus-Regeln
Carlyle pflegt enge Kontakte zur Politik, ohne sich an die Regeln zu halten: Zwischen Februar 2023 und Januar 2025 hatte Carlyle 15 Gespräche mit der Bundesregierung – doch im Lobbyregister des Deutschen Bundestags taucht das Unternehmen nicht auf. Die Finanzwende-Initiative wies darauf hin, dass dies rechtswidrig sein könnte.
2. Carlyle zerstört Arbeitsplätze durch radikale Kostensenkungen
Nach enttäuschenden Fundraising-Ergebnissen 2023 kündigte Carlyle Kostensenkungen an – oft auf dem Rücken der Beschäftigten. Beispiele aus Portfoliounternehmen zeigen: Nach Übernahmen folgten häufig Entlassungswellen (Suche: „Carlyle layoffs“) und Personalabbau.
3. Carlyle nutzt politische Verbindungen für eigene Interessen („Revolving Door“)
Ehemalige Regierungsmitglieder arbeiten später für Carlyle und nutzen Insiderwissen für Deals. Kritische Berichte finden sich bei Politico, NYT und FT (Suche: „Carlyle politics“ oder „Carlyle revolving door“).
Apollo Global Management – vier Gründe, warum das Unternehmen schädlich für die Gesellschaft ist:
1. Fragwürdige Verbindungen: Von Epstein bis Gaza-Konflikt
Apollo stand wegen ethisch bedenklicher Beziehungen in der Kritik: Der ehemalige CEO Leon Black trat 2021 zurück, nachdem bekannt wurde, dass er jahrelang enge geschäftliche und private Verbindungen zu Jeffrey Epstein unterhielt. Der aktuelle CEO Marc Rowan sitzt im Gaza Peace Board – eine Rolle, die Fragen aufwirft, wie sie mit Investitionen in Rüstungs- und Sicherheitsfirmen vereinbar ist.
2. Medienmacht: Apollo kontrolliert die öffentliche Meinung
Apollo besitzt die Cox Media Group, eines der größten Medienimperien der USA. Das wirft Fragen auf: Wer entscheidet, was berichtet wird? Werden kritische Berichte über Apollo oder seine Investitionen unterdrückt?
3. Klimaschädliche und sozial fragwürdige Investitionen
Apollos Portfolio ist nicht nachhaltig: 2022 waren 74 % der Energieinvestitionen fossile Brennstoffe (3,6 Mio. Tonnen CO₂-Äquivalente/Jahr). Zudem investiert Apollo in Casinos, Kreuzfahrtschiffe (häufig verbunden mit Sucht und Umweltzerstörung) und ist an Atlético Madrid beteiligt.
[Quelle: PE Climate Risks Scorecard 2024]
4. Profite aus Krieg und Militärisierung
Apollo investiert in Constellis, einen der größten privaten Militärdienstleister der Welt. Diese Firmen operieren außerhalb demokratischer Kontrolle und profitieren von Kriegen, Instabilität und der Privatisierung von Sicherheit – während die Kosten die Gesellschaft trägt.
Fazit:
Apollo Global Management steht für Intransparenz, Medienmacht, Klimaschäden und Profite aus Krieg und Glücksspiel – ein Geschäftsmodell, das Gewinne für wenige auf Kosten von vielen generiert.
Infos folgen.